FAQ/Wissen
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter nichtmutterprachlichen Übersetzer?
Definition: Nichtmuttersprachlich
Übersetzen ist viel mehr als die formvollendete Beherrschung einer Sprache. Auch Übersetzer, die zweisprachig erzogen wurden, sind manchmal schlechte Übersetzer: Es gelingt ihnen ganz offensichtlich nicht, für einen Text in einer Sprache einen äquivalenten in der anderen zu finden.
Manchmal ist man jedoch gezwungen, Übersetzer einzusetzen, die nicht in ihre Muttersprache übersetzen: beispielsweise, wenn es keine Muttersprachler gibt. An einen solchen nichtmuttersprachlichen Übersetzer müssen dann hohe Anforderungen gestellt werden.
- Vorzugsweise hat er ein Fremdsprachen- oder Übersetzerstudium absolviert. Dadurch befindet er sich nahe an der muttersprachlichen Ebene der Sprachbeherrschung; einer Ebene, die sich Menschen, die eine Sprache erlernt haben, manchmal zusprechen - dies aber in der Regel zu Unrecht. Vom geschulten Übersetzer darf jedoch erwartet werden, dass er dieses Niveau durch gründliche Studien dennoch erreicht hat. Was mindestens genau so wichtig ist: Von ihm kann erwartet werden, dass er einen nüchternen Blick für die Unzulänglichkeiten hat, die auch seine Beherrschung der Fremdsprache noch trüben.
- Spezialisierte Texte erfordern manchmal eher einen Übersetzer, der Experte für das Fachgebiet ist. Diese Expertise kann den fehlenden sprachlichen Hintergrund aufwiegen, wenn die Beherrschung einer der Sprachen auf muttersprachlichem und die der anderen auf fortgeschrittenem Niveau liegt.
Der Übersetzer wird in beiden angeführten Fällen eine ordnungsgemäße Übersetzung abliefern können, den Text aber vorzugsweise noch von einem Muttersprachler korrigieren lassen.
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